Nie wieder rechtfertigen! Der beste Tipp!


Hast du dich als Veganerin schon einmal für deine Ernährungsweise gerechtfertigt und dabei total unwohl gefühlt?

Wenn du endlich damit aufhören willst, dich für das, was du tust, zu rechtfertigen, und lieber anfangen möchtest, ein zufrieden stellendes Gespräch zu führen, dann lies jetzt unbedingt weiter!

Nie wieder rechtfertigen! Der beste Tipp!

Stell dir folgende Situation vor: Du bist zu Besuch bei deinen Eltern, es sind auch noch andere Gäste eingeladen, die du jetzt nicht sonderlich gut kennst, ein paar sind dir auch völlig unbekannt.

Aber gut, ihr unterhaltet euch nett über’s Wetter und die Arbeit, und irgendwann gibt’s Essen. Und demzufolge kommt auch relativ schnell ans Licht, dass du dich vegan ernährst. Dadamm…

Der beste Tipp, dich nicht mehr zu rechtfertigen! | Mehr Infos auf www.vegan-ist-online.de

Onkel Dietmar schnaubt verächtlich, Tante Isolde schaut lieber weg und ignoriert einfach, was gerade gesagt wurde, Oma Gertrude legt besorgt die Stirn in Falten und es geht los…

„Kümmern wir uns doch erstmal um die wirklich wichtigen Probleme im Leben, statt um diesen Firlefanz! Was tust du denn zum Beispiel gegen die steigende Altersarmut in unserem Land?“

„Wenn du über den Rasen läufst, tötest du auch Tiere, ist das denn vegan?“

„Ich hab gehört, dass auch Pflanzen fühlen, das macht doch dann eh keinen Unterschied, ob man nun Fleisch isst oder Pflanzen.“

Wenn du auf jede dieser Aussagen ein Argument parat hast: Vergiss sie. Wenn dir die Spucke im Mund wegbleibt, weil du gar nicht weißt, wie du am Besten reagieren kannst: Gut so. Denn es bringt nichts. Du wirst hier kein vernünftiges Gespräch führen können, weil du bereits auf dem besten Weg bist, dich zu rechtfertigen.



Was bedeutet Rechtfertigung?

Es gibt verschiedene Bedeutungen von „Rechtfertigung„, z.B. in der Theologie oder im straf- oder verfassungsrechtlichen Sinn, ich meine aber das Wort Rechtfertigung im Sinne einer

Begründung, weshalb ein bestimmtes Verhalten sachlich, rechtlich, moralisch „richtig“, vertretbar oder nicht vorwerfbar ist. – www.wortbedeutung.info/Rechtfertigung/

Lass dir mal das Wort auf der Zunge zergehen: Rechtfertigen, RechtFertigen, Recht fertigen, du fertigst dir dein Recht.

Warum wir uns rechtfertigen

Das bedeutet, du möchtest dir für das, was du tust, dein Recht fertigen, als würdest du um Erlaubnis deines Gegenübers bitten.

Ist es nicht so, dass du damit um das Verständnis deines Gesprächspartners und damit um dessen Zustimmung bittest? Du möchtest, dass dein Handeln verstanden wird, deshalb rechtfertigst du dich.

Rein vom Verständnis her betrachtet, macht es Sinn, dass wir uns erklären. Wir wollen verstanden werden. Wir wollen akzeptiert werden. Wir wollen weiterhin dazugehören.

Aber ist es sinnvoll, uns unser Recht auf diese Art und Weise zu fertigen?

Warum wir uns nicht rechtfertigen sollten

Das Unangenehme beim Rechtfertigen sind meiner Meinung nach die unterschiedlichen Positionen, an denen wir uns bei dieser Art von Gespräch befinden.

Betrachten wir die Situation von außerhalb, fällt dir dann auf, dass ihr beide nicht auf Augenhöhe kommuniziert?

Der, der dich mit Fragen und Vorurteilen bombardiert, bestimmt den Gesprächsverlauf. Du allerdings reagierst immer nur. Du bist daran, die Fragen deines Gegenübers zu beantworten, aber wohin das Gespräch geht, bestimmst du nicht.

Es ist unangenehm, so in die Ecke gedrängt zu werden und eine Frage nach der anderen wie bei einem Verhör zu beantworten.

Ganz gleich, ob du auf jedes Argument ein Gegenargument liefern kannst oder auch nicht, du wirst da nicht rauskommen, wenn du immer weiter auf die Fragen deines Gegenübers eingehst.

Dazu kommt, dass du durch deine Rechtfertigungen ziemlich unsicher rüberkommst, warum sonst solltest du dich vor den anderen erklären? Eine erwachsene Frau, die selbstbewusst hinter ihren Entscheidungen steht, würde das nicht tun.


Wie du es schaffst, dich nie wieder zu rechtfertigen!

Was also kannst du tun, wenn du dich nicht mehr rechtfertigen willst? Hier kommt mein hilfreichster Tipp:

Stell Fragen

Die beste Strategie, um deinen Gegenüber davon abzuhalten, dich weiter zu löchern: Dreh’s um. Stell Fragen.

Was du zum Beispiel erwidern kannst:

„Warum denkst du denn, dass ich das mache?“

Auf diese Weise gewinnst du Zeit, kommst etwas runter, dein Gesprächspartner auch, weil er ja nachdenken muss, und du kannst dich wieder sammeln.

Was ich so genial an dieser Frage finde, ist die Tatsache, dass du deinen Gegenüber dazu bewegst, sich in DICH hineinzuversetzen und sich selber zu überlegen, warum du tust, was du tust.

Ziemlich entwaffnend, finde ich, weil ihr aus dieser blöden Schleife rauskommt, euch mit Argumenten zu bewerfen, und stattdessen das Gespräch in eine Richtung lenkt, die zu mehr Verständnis führen kann.

Wofür hast du dich schonmal gerechtfertigt? Schreib es mir gerne unten in die Kommentare.



Schreibe einen Kommentar